„Website zum Festpreis" oder „Webseite zum Festpreis" gehört zu den meistgesuchten Begriffen, wenn Unternehmen eine neue Seite planen – kein Wunder, denn ein Angebot ohne festen Preis lässt dich bis zur Schlussrechnung im Unklaren. Ein Festpreis klingt nach Sicherheit. Ob er das wirklich ist, hängt davon ab, was er umfasst und was nicht. Worauf du bei einem Festpreis-Angebot für deine Firmenwebsite achten solltest, liest du hier.
Was ein Festpreis eigentlich verspricht
Ein Festpreis bedeutet: Die Summe steht fest, bevor das Projekt beginnt, unabhängig davon, wie viele Abstimmungsrunden es braucht oder wie lange die Umsetzung dauert. Das ist der Gegenentwurf zum Stundensatz, bei dem jede Nachfrage und jede Verzögerung auf deiner Rechnung landet. Für Auftraggeber, die Planungssicherheit brauchen, liegt genau darin der Wert – nicht in der Zahl selbst.
Dieses Versprechen hält nur, wenn vorher genau feststeht, was im Preis enthalten ist. Und genau da trennt sich ein ehrliches Angebot von einem, das hinterher teurer wird als jede Stundenabrechnung.
Diese Posten gehören in einen seriösen Festpreis
Vier Punkte entscheiden, ob ein Festpreis hält, was er verspricht: die Texte, der Umfang, der Zeitrahmen und die Verantwortung nach dem Livegang. Fehlt einer davon im Angebot, wird er später nachverhandelt – meist zu deinen Lasten.
Die Texte – der Posten, der am häufigsten fehlt
Kein Punkt wird so oft stillschweigend ausgeklammert wie der Inhalt. Design und Technik stehen im Angebot, die Texte nicht – die sollst du selbst liefern, oft versteckt hinter der Formulierung „in Abstimmung mit Ihnen". In der Praxis heißt das: Du schreibst. Wer das beim Vergleich übersieht, stellt keine zwei echten Festpreise nebeneinander, sondern einen vollständigen und einen halben.
Ein Festpreis, der die Texte auslässt, ist kein Festpreis. Er ist eine Anzahlung.
Umfang, Zeitrahmen und die Zeit nach dem Livegang
Der zweite Fallstrick liegt im Umfang: Wie viele Unterseiten sind enthalten, wie viele Korrekturschleifen, was passiert, wenn während des Projekts eine weitere Seite dazukommt? Ohne klare Antworten wird aus dem Festpreis ein Startpreis, der über Zusatzaufträge wächst. Genauso wichtig ist der Zeitrahmen: Ein Angebot ohne verbindlichen Ablauf lässt offen, ob deine Website in drei Wochen oder in drei Monaten online geht. Und der letzte blinde Fleck zeigt sich erst nach dem Livegang, wenn eine kleine Textänderung oder ein neues Bild plötzlich ein eigenes Angebot braucht, weil niemand vorher geklärt hat, wer danach zuständig ist.
Vier Fragen zeigen dir vor der Unterschrift, woran du bist:
- Sind alle Texte im Preis enthalten, oder lieferst du sie selbst?
- Wie viele Unterseiten und Korrekturschleifen sind konkret vereinbart?
- Gibt es einen festen Ablauf mit Termin für den Livegang?
- Wer kümmert sich danach um Pflege und Änderungen – und zu welchen Bedingungen?
Genau an diesen vier Punkten setzt unser Festpreis-Modell an: Texte, Umfang und Ablauf stehen vor Projektbeginn fest, und die Verantwortung endet nicht am Tag des Livegangs.
Das Fazit
Ein Festpreis ist eine Zusage: Du weißt vorher, was du bekommst. Ob ein Angebot hält, was es verspricht, zeigt sich an dem, was daneben steht – oder eben fehlt. Frag nach Texten, Umfang, Zeitrahmen und Verantwortung nach dem Livegang, bevor du unterschreibst. Dann bleibt der Festpreis das, was er sein soll: eine ruhige Entscheidung.